Max Kelle neuer Diözesanleiter der SMJ Paderborn

Benhausen. Wer am 7. und 8. Januar das Schönstattzentrum in Paderborn- Benhausen besuchen wollte, dessen Verstand sollte auf eine harte Probe gestellt werden. “Sehe ich plötzlich doppelt, oder haben wir in Benhausen tatsächlich zwei Heiligtümer?” Doch nicht nur das zweite Heiligtum machte das Schönstattzentrum für dieses Wochenende zu einem außergewöhnlichen Ort. “Acht junge, dynamische Herren, die gemeinsam singen, beten, ihre Gemeinschaft feiern und die Weichen für ein ganzes Jahr stellen wollen? Wo gibt`s denn so was?” könnte man fragen. Für die Jugendlichen der SMJ Paderborn jedenfalls steht die Antwort fest.

Der Neujahrsempfang 2012 sollte in diesem Jahr ein besonders richtungsweisendes Treffen werden. Nicht nur weil viele Entscheidungen zu fällen waren, sondern auch weil bereits im Vorfeld klar wurde, dass sich im kommenden Jahr besonders viele Unsicherheitsfaktoren bündeln würden. Wer von den Leitern steht im nächsten Jahr für die SMJ-Arbeit zur Verfügung, wer übernimmt die Verwantwortung für Wochenendtreffen und das Zeltlager? Wo überhaupt wird das Zeltlager stattfinden? Da Michael Weweler, bisheriger Diözesanleiter, im Vorhinein angekündigt hatte, dass er ab Juli 2012 für ein Jahr ein FSJ in Bolivien absolvieren werde und sein Amt daher abgeben wolle, musste auch dieser Posten neu besetzt werden.

Wegen all dieser Unsicherheiten bildete der Aufbruch der Heiligen Drei Könige, deren Gedenktag am 6. Januar gefeiert worden war, den inhaltlichen Leitfaden des Treffens. Auch diese verließen die Sicherheit ihres Zuhauses und begaben sich in die Unvorhersehbarkeiten der Wüste und des ungewissen Marsches in ein fernes Land. Auch für sie lag die Zukunft gewissermaßen “im Nebel”. Doch auch sie kannten ein klares Ziel: Das Kind in der Krippe, Jesus selbst, für den sie alles aufgaben. Und auch sie wussten sich durch das tiefe Vertrauen auf Gott getragen, der ihnen stets die Richtung weist.

In diesem Vertrauen ging die SMJ zu Werke und betrachtete zunächst das vergangene Jahr, um das Gute, was gewesen ist, festzuhalten, aber auch die Dinge in Angriff zu nehmen, die besser hätten laufen können. Nach einer ausgedehnten Kaffepause sollte nun die wohl wichtigste Entscheidung getroffen werden.

Zum Profil des Diözesanleiters gehöre es, in erster Linie den Kontakt zu den anderen Gruppenleitern in einem freundschaftlichen Sinne zu pflegen, genauso wie den mit den anderen Schönstatt- Gliederungen in der Diözese. Er sollte über die Aktivitäten der SMJ und ihre Werte und Anliegen Bescheid wissen, und müsse sich auch darüber im Klaren sein, dass er von Leuten, denen Schönstatt fremd ist, “angefragt” wird und eben der Hauptansprechpartner für die gesamte SMJ in der Erzdiözese Paderborn ist, so Michael, der seine einjährige Erfahrung zusammenfasste.

Nach reiflicher Überlegung wurde schließlich Max Kelle zum Diözesanleiter gewählt. Ein Stellvertreter wurde zunächst nicht gewählt, Max allerdings wurde demokratisch die Weisungskompetenz übertragen, diesen in den kommenden Tagen zu berufen. “Max ist bereits seit 2007 in der SMJ aktiv und vor zwei Jahren in der Gütersloher Gruppe mit eingestiegen. Neben der Leitung mehrerer Wochenendtreffen und der Planung für unsere Teilnahme am 1. SMJ-Cup im letzten Jahr, war er bereits zwei Jahre als stellvertretender Diözesanleiter aktiv. Ich glaube, wir können mit unserer Entscheidung sehr zufrieden sein.”, bemerkt der scheidende Diözesanleiter.

Nach dieser richtungsweisenden Entscheidung, konnte schließlich die Jahresplanung für das Jahr 2012 angegangen werden. In Sachen Zeltlager, Wochenendtreffen und Gruppenarbeit wurden die Weichen gestellt. So steht jetzt fest, dass Willi Haentjes das SMJ-Zeltlager in diesem Jahr leiten wird, welches vom 5. bis 14. August in Rüthen-Hoinkhausen stattfindend, ganz im Zeichen des schiffbrüchigen Robinson Crusoe stehen wird.

Dass die SMJ Paderborn im kommenden Jahr im Vertrauen auf Gott nicht mit einem Schiffbruch rechnen muss, davon zeugte der Leuchtturm, der traditionsgemäß in Anspielung auf die Zugehörigkeit zur “Regio Leuchtturm” vom scheidenden an den zukünftigen Diözesanleiter in der Abschlussmesse im Heiligtum übergeben wurde.

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